Miriam Gruber auf Trainingslager

Von einem zweiwöchigen Trainigslager in Dänemark berichtet Miriam Gruber. Dabei konnte Miriam viele neue Erfahrungen sammeln und mit nach Östereich nehmen.

Der Norden rockt…..

…zumindest im Badminton. Mitte August hatte ich die Möglichkeit zwei Wochen in Dänemark zu trainieren. Hillerod ist ein kleines Dorf in der absoluten Einöde, aber trotzdem traf ich täglich Badmintonspieler auf der Straße oder in der Kraftkammer. Das ist schon ein kleiner Beweis,  wie hoch der Stellenwert des Badmintons in diesem Land liegt.

Vormittags trainierte ich in der Badminton Academy „topdirect“ mit, nachmittags gab es Sparring in einem Klub aus Lillerod (für diesen Klub spielen unter anderem Karina Jorgensen –Jugendeuropameisterin 2007- oder Martin Bille Larsen).

Am Wochenende durfte ich bei einem Trainerlehrgang mit Morten Frost dabei sein, wo ich auch in den Pausen mit ein paar Spielern trainieren konnte.

In der Badminton Academy bekam ich unter Bjarne Nielsen (dänischer Top-Trainer) das erste Mal richtiges Taktiktraining, und auch in den Matches kam Bjarne bei jeder „Elferpause“ und nach jedem Satz aufs Feld und besprach mit uns, was gerade in den Ballwechseln passiert ist, und wie ich vermeiden kann dass der Gegner seine Gewinnerschläge spielen kann.

Das war eine so neue Erfahrung, dass ich erstaunt war wie wichtig eine richtige Taktik, gerade gegen überlegene Gegner,  ist. Und wie man mit einem guten taktischen Spiel auch gegen bessere Spieler gewinnen kann.

Das Training selber war ähnlich aufgebaut wie in Österreich. In jedem Training haben wir zuerst ein paar „Fungames“ zum Aufwärmen gespielt, jedoch immer mit Strafe für die letzten drei Verlierer. Als Strafe gab es aber nicht ein paar Liegestütz oder Sit-ups zu machen, sondern der Verlierer musste beispielsweise 100 Ecken Beinarbeit, 40 Sprints über drei Badmintonfelder, 100 Liegestütz oder ähnliches machen. Da will man dann schon viel weniger verlieren, und die Motivation steigt dramatisch ;). Ich bin glücklicherweise nur in den Genuss gekommen, 60 Ecken Beinarbeit und einmal 100 Sit-ups zu machen. (Ich glaube 100 Liegestütz –natürlich mit Pause- hätte ich gar nicht geschafft ;).

Eine weitere positive Erkenntnis aus Dänemark war, dass es dort, wo ich trainiert habe beinahe kein Konkurrenzdenken gibt. Natürlich will jeder gewinnen, und dem Gegner möglichst wenige Punkte schenken, aber kaum ist das Match zu Ende gespielt, hab ich mich mit meiner Gegnerin zusammen gesetzt und das Spiel analysiert. Wir haben dabei über gute Schläge des anderen und die eigenen Schwächen gesprochen, was in Österreich beinahe undenkbar ist.

Neben vielen anderen neuen Erfahrungen, die ich gemacht habe, möchte ich diese Sache unbedingt nach Österreich mitnehmen.

Ich danke dem Verein und dem ÖBV dass sie mir dieses Training ermöglicht haben, und bin bereit für eine erfolgreiche Saison ;)

Miriam

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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